Fahrplan für die Gastroenterologie


Jede neue Reform im Gesundheitswesen stellt fachärztliche Berufsgruppen vor neue Herausforderungen. Im Fokus der Jahresversammlung des Berufsverbandes der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) am 21. Mai 2011 in Potsdam stehen deshalb die Veränderungen, die das neue Versorgungsgesetz mit sich bringen wird.

Franz Knieps, der unter Ulla Schmidt Leiter der Abteilung Gesundheitsversorgung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung im Bundesministerium für Gesundheit war, wird als intimer Kenner der politischen Verhältnisse und der Strukturen der Gesetzlichen Krankenversicherung die Zukunft der fachärztlichen Versorgung beleuchten.

„Für uns Gastroenterologen geht es darum, die von uns in den letzten Jahren immer weiter verbesserten Versorgungsstrukturen für Patienten mit Lebererkrankungen und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sowie im Bereich der Darmkrebs-Prävention nicht nur zu erhalten sondern weiter voran zu bringen“, erklärt der Vorsitzende des Berufsverbandes, Dr. Dietrich Hüppe. " Der bng will damit die Diskussion um das neue Versorgungsgesetz aufnehmen und im Bereich der "spezialärztlichen Versorgung" weiterentwickeln".

Zu den wichtigen Anliegen des Verbandes gehört neben der Fortbildung der Mitglieder und der Teilnahme an Therapiestudien und Versorgungsforschung die Etablierung der spezialärztlichen Versorgung von schwer erkrankten Patienten in Schwerpunktpraxen für Lebererkrankungen und chronisch entzündliche Darmerkrankungen. „Eine hohe Priorität hat darüber hinaus unsere Kampagne für die Darmkrebs-Vorsorge, weil sich damit Darmkrebs verhindern bzw. bei rechtzeitiger Erkennung heilen lässt.“

Der Berufsverband der niedergelassen Gastroenterologen (bng) vertritt mehr als 80 Prozent der niedergelassen Gastroenterologen in Deutschland in berufs- und fachspezifischen Gremien und Organisationen. Im Rahmen der Jahresversammlung wird der Vorstand des Berufsverbandes neu gewählt.