Vorsorge schadet nicht


Rauchen erhöht das Risiko für Darmkrebs

Jeder weiß, dass der Verzicht auf den Glimmstängel das Risiko für eine Reihe von schwerwiegenden Erkrankungen, darunter Darmkrebs, senkt. Wer nicht aufs Rauchen verzichten kann, ist ganz besonders gefordert, im eigenen Interesse wenigstens die Möglichkeit der Vorsorge in Anspruch zu nehmen.

„Eine Darmspiegelung ist eine effektive Methode, um Darmkrebs zu vermeiden“, erklärt Dr. Arno Theilmeier vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng). „Leider ist die Nachfrage bei dieser von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlten Untersuchung nach wie vor nicht zufriedenstellend.“

Die Deutsche Krebsgesellschaft hat gerade wieder darauf hingewiesen, dass Rauchen nicht nur ein Risikofaktor für die Entstehung von Darmkrebs ist, sondern im Falle einer Darmkrebserkrankung auch die Heilungschancen verschlechtert und die Sterblichkeit erhöht. Zudem sind Raucher mit bestimmten erblichen Vorbelastungen besonders gefährdet. Sie sterben bis zu viermal so häufig an Darmkrebs wie Nichtraucher.

„Eine Darmspiegelung ist eine unkomplizierte und schmerzfreie Methode, auf die kein Bürger ab dem 55. Lebensjahr verzichten sollte“, empfiehlt Dr. Theilmeier. „Raucher gehören zu den Personen, die sich das Darmkrebsrisiko besonders vor Augen führen sollten. Zumindest der Darmkrebs ist auch für sie eine vermeidbare Erkrankung.“